China-Geschäft: Zahlungsverzug wird für deutsche Exporteure zum Risiko
von Rudolf Müller
Das Zahlungsumfeld in China verschärft sich. Laut aktuellem Atradius-Zahlungsmoralbarometer für China berichten 83 Prozent der befragten chinesischen Unternehmen von zumindest teilweise verspäteten Zahlungen im B2B-Geschäft. Rund ein Drittel aller Rechnungen ist überfällig. Damit liegt China über dem asiatischen Durchschnitt; nur Taiwan und Indien verzeichnen noch höhere Werte. Für deutsche Unternehmen, die nach China exportieren, steigt dadurch das Risiko offener Forderungen. Denn China bleibt einer der wichtigsten Absatzmärkte der deutschen Exportwirtschaft: 2025 lag das Exportvolumen von Deutschland nach China bei rund 81 Milliarden Euro. „China bleibt einer der wichtigsten Absatzmärkte für die deutsche Exportwirtschaft und ein bedeutender Standort für Direktinvestitionen. Gleichzeitig verlangt das Zahlungsumfeld dort eine andere Risikostrategie als in Europa“, sagt Frank Liebold, Country Director Deutschland beim internationalen Kreditversicherer Atradius. weiterlesen>>