Steigender Gaspreis erhöht Margendruck bei Chemie- und Metallunternehmen
von Rudolf Müller
Unternehmen sind heute deutlich besser vorbereitet als 2022
Die deutschen Gasspeicher waren Anfang November zu knapp 62 Prozent gefüllt. Nach vorliegenden Berechnungen reicht das bei einem normalen Winterverlauf bis zum Ende der Heizperiode. Ein ungewöhnlich kalter Winter oder zusätzliche Angebotsstörungen würden dies jedoch verändern. Nach Einschätzung des internationalen Kreditversicherers Atradius entscheidet in diesem Winter daher vor allem der Preis über Margen und Liquidität vieler Unternehmen. „Viele Unternehmen sind heute deutlich besser vorbereitet als 2022. Viele Betriebe beschaffen einen erheblichen Teil ihres Gasbedarfs über langfristige Verträge und sind den kurzfristigen Marktpreisen dadurch nur teilweise ausgesetzt. Kurzfristige Preissprünge treffen sie dadurch weniger unmittelbar“, sagt Nicole Bludau, Managerin Risk Services bei Atradius.