Steigende Energiekosten belasten Tourismusbranche
von Rudolf Müller
Nahostkonflikt treibt Kerosinpreise | Europa profitiert von stabiler Nachfrage, höhere Kosten belasten jedoch die Branche | Senkung der Luftverkehrssteuer stärkt die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen
Europas Tourismusbranche bleibt trotz geopolitischer Unsicherheiten auf Wachstumskurs. Gleichzeitig verschlechtern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für viele Unternehmen. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten, steigende Energiepreise und höhere Kerosinkosten erhöhen den Druck auf Fluggesellschaften, Reiseveranstalter und touristische Dienstleister. In Deutschland sorgt die geplante Senkung der Luftverkehrssteuer zwar für Entlastung, die strukturellen Belastungen der Branche bleiben jedoch bestehen. „Die Nachfrage nach Reisen ist weiterhin hoch. Die eigentliche Herausforderung liegt derzeit nicht auf der Nachfrageseite, sondern in den steigenden Kosten und den zunehmenden Unsicherheiten entlang der touristischen Wertschöpfungskette“, sagt Sarah Wagner-Werny, Risk Managerin beim internationalen Kreditversicherer Atradius.