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Geopolitische Spannungen erhöhen Risiken für deutsche Wirtschaft
Der Jahresauftakt 2026 ist von zunehmenden geopolitischen Spannungen geprägt. Die jüngsten Eingriffe der Vereinigten Staaten in Venezuela, neue Souveränitätsdebatten rund um Grönland, die Proteste im Iran gegen das Mullah-Regime sowie der schwelende Konflikt zwischen China und Taiwan verändern die Rahmenbedingungen für den Welthandel. „Für Unternehmen wird Planbarkeit zunehmend zur Ausnahme. Geopolitische Entscheidungen können Lieferketten, Energieversorgung und Investitionsentscheidungen kurzfristig beeinflussen“, sagt Frank Liebold, Country Director Deutschland beim internationalen Kreditversicherer Atradius. Für deutsche Unternehmen steigen damit vor allem in stark international vernetzten Branchen die wirtschaftlichen Risiken.
Insolvenzen: 10-Jahres-Hoch erreicht
Die anhaltende Wirtschaftskrise in Deutschland lässt sich an zahlreichen Faktoren ablesen. Zum Beispiel am Insolvenzgeschehen. Seit 2022 steigen die Fallzahlen kontinuierlich an. Ende 2025 erreichte die Zahl der insolventen Unternehmen in Deutschland nun den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Im Jahresverlauf waren 23.900 Firmen mindestens vorläufig am Ende und mussten Insolvenz anmelden – fast 2.000 mehr als im Vorjahr.
Keine Angst vor KI als Jobkiller
79 Prozent der Befragten rechnen nicht mit KI-bedingtem Arbeitsplatzverlust | KI in sechs Prozent der Fälle Grund für Stellenabbau | Frank Liebold: „KI verändert Abläufe, sie übernimmt sie nicht.“
Während internationale Konzerne große Stellenstreichungen aufgrund Künstlicher Intelligenz (KI) ankündigen und die öffentliche Debatte zunehmend von Sorgen vor Arbeitsplatzverlust geprägt ist, zeigt die Realität deutscher Unternehmen im produzierenden Gewerbe ein differenzierteres Bild. Lediglich sechs Prozent rechnen damit, dass ihr Arbeitsplatz in den kommenden Jahren durch KI wegfällt. Das ergab eine Umfrage des internationalen Kreditversicherers Atradius unter mehr als 470 Unternehmen Ende 2025.
Unternehmen in Deutschland bezweifeln Aufschwung im Jahr 2026
Jede vierte Firma rechnet mit Verschlechterung der Konjunktur | Zwei Drittel der Befragten erwarten Anstieg der Insolvenzen im Inland | Kaum Verlagerung der Produktion ins Ausland geplant, aber auch kein Stellenabbau | Vertrauen in wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der Bundesregierung gering | Mehrheit der Unternehmen gegen Rente mit 70 >> mehr
Zehntausende Auto-Jobs in Deutschland im Jahr 2026 gefährdet
Deutschlands Automobilindustrie droht auch im Jahr 2026 der Verlust Zehntausender Arbeitsplätze. Bereits in diesem Jahr sind rund 50.000 Stellen verlorengegangen. „Die Transformation der Branche wird schmerzhaft und der Arbeitsplatzabbau wird sich vermutlich in ähnlicher Größenordnung fortsetzen“, sagt Dietmar Gerke, Senior Manager Special Risk Management beim internationalen Kreditversicherer Atradius. Zwar investieren die Hersteller Milliarden in die Elektrifizierung und Software und versuchen so mit aller Macht, verlorenes Terrain wieder aufzuholen, doch, so der Atradius-Manager weiter: „Derzeit ist kein Aufwärtstrend erkennbar.“