Aktuelles
Neuigkeiten zum Thema Software

Der Staat will Forderungen effizienter einziehen

Was Betriebe aus der Modernisierung der Bundesverwaltung lernen können

Der Bund will offene Forderungen schneller bearbeiten und Einnahmen besser sichern. Dafür hat das Kabinett am 6. Juli 2026 Empfehlungen aus der 13. Spending Review „Forderungsmanagement II“ beschlossen. Seit dem 1. Oktober gelten außerdem wesentliche Teile des Gesetzes zur weiteren Digitalisierung der Zwangsvollstreckung. Beide Vorhaben setzen an einem Problem an, das auch Unternehmen kennen: Forderungen müssen korrekt erfasst, eindeutig zugeordnet und konsequent weiterverfolgt werden.
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Unternehmensinsolvenz

Ein reales Risiko für Ihren Cashflow

Das hohe Insolvenzniveau bleibt auch 2026 eine Herausforderung für deutsche Unternehmen. Verspätete Zahlungen, Forderungsausfälle und unbezahlte Rechnungen können die Liquidität belasten >> Infografik herunterladen

Entgelttransparenz

Jedes zweite Unternehmen erwartet steigende Lohnkosten

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie wird für viele deutsche Unternehmen zum Kosten- und Umsetzungsrisiko: 52,5 Prozent rechnen mit steigenden Lohnkosten. Zugleich haben 41,8 Prozent noch nicht mit den Vorbereitungen begonnen. 70,2 Prozent befürchten zudem interne Konflikte und Unruhe in der Belegschaft. Das zeigt eine Umfrage des internationalen Kreditversicherers Atradius unter rund 300 Unternehmen in Deutschland. „Die Uhr tickt, doch viele der befragten Unternehmen haben das Thema noch nicht auf dem Schirm. Die Berichtspflichten werden kommen. Wer jetzt nicht handelt, gerät später unter erheblichen Zeitdruck“, sagt Frank Liebold, Country Director Deutschland bei Atradius.

Atradius-Umfrage: Kostendruck bremst grüne Transformation

Fast jedes zweite Unternehmen verschiebt Investitionen

Deutschlands Unternehmen stellen angesichts der verhaltenen Industriekonjunktur, zunehmend angespannter Liquidität und den geopolitischen Herausforderungen ihre Investitionen in Nachhaltigkeit auf den Prüfstand. Parallel dazu belastet die EU-Debatte um Art und Umfang der Berichtspflichten. Beides spiegelt sich in der aktuellen Atradius-Umfrage wider: 73 Prozent der befragten Unternehmen messen Nachhaltigkeit eine hohe bis mittlere Priorität bei. Doch fast jedes zweite Unternehmen verschiebt ganz oder zumindest teilweise Investitionen aus Kostengründen. 77 Prozent sehen in der ESG-Berichterstattung eher und vor allem Aufwand statt Nutzen. „Die Ergebnisse zeigen keinen generellen Abschied vom Thema Nachhaltigkeit. Sie zeigen, dass Unternehmen Aufwand, Kosten und strategische Prioritäten stärker gegeneinander abwägen müssen“, sagt Frank Liebold, Country Director Deutschland beim internationalen Kreditversicherer Atradius, und: „Wer heute jeden Euro zweimal umdrehen muss, investiert lieber in die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens als in die Erfüllung von Berichtspflichten. Dieses Signal sollte die Politik ernst nehmen.“

Finanzverwaltung ergänzt Regelungen zur E-Rechnung

3. BMF-Schreiben zur verpflichtenden elektronischen Rechnung

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die bisherigen Vorgaben zur Einführung der E-Rechnung bei Umsätzen zwischen inländischen Unternehmern ab dem 01.01.2025 ergänzt und am 15.10.2026 das dritte BMF-Schreiben zur verpflichtenden elektronischen Rechnung veröffentlicht (Az. III C 5 - S 7287-a/00019/021/017). Darin werden verschiedene Praxisfragen zur Anwendung der E-Rechnung sowie bestehende Übergangsregelungen näher erläutert.

>> BMF-Schreiben hier herunterladen