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Steigende Insolvenzen, volatile Märkte, Lieferkettenrisiken, zunehmender Kostendruck sowie Fachkräftemangel stellen viele mittelständische Unternehmen vor dieselbe Herausforderung: Wie lassen sich Wachstum, Sicherheit und Effizienz gleichzeitig erreichen? Wie werden Ressourcen sinnvoll eingesetzt und der Umsatz geschützt?
Deutschlands Wirtschaft zur Jahresmitte 2026
Auf der einen Seite gibt es erste Signale der Stabilisierung: Die Industrieproduktion entwickelt sich zuletzt wieder etwas freundlicher, die Inflation ist leicht rückläufig und auch die Stimmung unter deutschen Unternehmen hat sich laut ifo-Geschäftsklimaindex verbessert. ... Auf der anderen Seite sieht der Alltag vieler Unternehmen deutlich nüchterner aus. ... 87 Prozent der deutschen Unternehmen sind inzwischen von Zahlungsverzögerungen im B2B-Geschäft betroffen. Gleichzeitig erwarten 34 Prozent einen weiteren Anstieg des Insolvenzrisikos in den kommenden zwölf Monaten.
Schwache Erträge, hohe Zinsen
Der Anteil der Unternehmen, die ihre Zinszahlungen nicht mehr ausreichend aus dem operativen Ergebnis decken können, steigt. Dies zeigt eine aktuelle Sonderauswertung der Untersuchung „Insolvenzen in Deutschland, 1. Halbjahr 2026“ der Creditreform Wirtschaftsforschung. Spätere Insolvenzen kündigen sich bereits frühzeitig an.
Nach zwei Jahren Rezession und einem Jahr Stagnation kommt die deutsche Wirtschaft auch in ihrem vierten Krisenjahr in Folge kaum voran. So halbierte etwa das Institut der deutschen Wirtschaft im Mai seine Wachstumsprognose für 2026 auf nur noch 0,4 Prozent.
Internationaler Sommer: Starke Auslandsforderungen durch Tourismus
Reisewelle treibt grenzüberschreitende Risiken
Während Millionen Deutsche ins Ausland strömen, steigen für heimische Gläubiger die Forderungen gegenüber ausländischen Partnern. Der Sommer 2026 bringt Rekordbuchungen in Hotellerie und Gastronomie – doch viele Betriebe kämpfen gleichzeitig mit hohen Insolvenzquoten.
Zahlungsmoral in Deutschland verschlechtert sich
Der weltweit führende Kreditversicherer Allianz Trade hat heute seine jährliche Studie zur Zahlungsmoral vorgelegt. Die Studie konzentriert sich darauf, wie lange Unternehmen benötigen, um ausgegebene Mittel im operativen Geschäft in eingezogene Mittel aus Verkäufen umzuwandeln. Dazu analysiert Allianz Trade den sogenannten „Cash Collection Cycle“ (CCC) sowie die „Days of Sales Outstanding“ (DSO) .Weltweit benötigen Unternehmen 67 Tage , um ausgegebene Mittel in eingezogene Mittel umzuwandeln. Damit stieg der globale CCC im Jahr 2025 erneut an (+0,5 Tage) und scheint sich auf einem strukturell hohen Niveau eingependelt zu haben. Der eigentliche Treiber sind die Lagerbestände, da Unternehmen von der „Just-in-Time“-Effizienz hin zu einer „Just-in-Case“-Resilienz übergehen. weiterlesen>>